Tanz in Leipzig

Kathak

Kathak ist ein vor allem in Nordindien verbreiteter Tanzstil und wurde durch herumziehende Barden entwickelt, die in rhythmischen Versen mythologische Geschichten in Tempeln vortrugen. Nach der Einwanderung der Muslime in Nordindien änderten sich die religiösen Inhalte des Kathaks und weltliche Themen wurden integriert. Die Kathak-Tänzer banden ihre Erzählkunst immer mehr in den Tanz ein. Dieser Tanz zeichnet sich durch eine hoch entwickelte Fußperkussion, schnelle Drehungen, Sprünge und weiche, stilvolle Armbewegungen aus. Handgesten und Mimik helfen die Geschichten ausdrücken, die im Kathak oft von Krishna und Radha handeln.

Yoga und Tanz treffen sich

Yoga und die klassisch indische Tanzkunst sind parallel gewachsen und verfolgen  dieselben Ziele. Beide bringen uns in eine Auseinandersetzung mit uns selbst und unserer Umwelt. Sie kultivieren in uns Schönheit und führen uns zu unserer inneren Kraftquelle.

Sie geben uns Vitalität, Ausgeglichenheit und stärken uns für die Herausforderungen des Alltages.

Im Kathaktanzunterricht geht es nicht um perfektes Tanzen. Der Fokus liegt darin jede Bewegung bewußt auszuführen und mit Hingabe und Freude zu füllen, um zu unserem tieferen, stabilen Kern unserem inneren Licht vorzudringen und es in seinem vollen Glanz erstrahlen zu lassen.

Bollywood

Die Bollywoodtänze, dessen Namensgeber die größte indische Filmindustrie in Mumbai (ehemals Bombay) ist, bezeichnen eine Reihe von Tänzen, die sich an die Tanzeinlagen indischer Filme anlehnen. In diesen Bollywoodfilmen wird die jahrtausendealte indische Tradition der Verbindung von Schauspiel, Gesang und Tanz auf moderne Art weitergeführt. Unter Bollywood Tanz wird kein einheitlicher Tanzstil verstanden, vielmehr ist er eine Mischung aus ganz verschiedenen Stilrichtungen. Er besteht zumeist aus Elementen des klassischen und folkloristischen indischen Tanzes sowie westlichen Tanzstilen wie dem Zeitgenössischen Tanz, Hip Hop oder Jazz Dance. Die Bewegungen werden passend zu Stimmung und Aussage des Liedes eingesetzt und interpretieren oft den Text mit entsprechenden Handgesten.

Urbanes Tanztheater

Urbanes Tanztheater

Das Tanztheater entwickelte sich als Gegenentwurf zum Klassischen Ballett als Bühnenkunst. Es verbindet Tanz mit anderen performativen Künsten (Schauspiel, Gesang, Pantomime,…) und schafft persönliche Charaktere auf der Bühne, auf der Ausdruck vor Stilkonformität geht. Es beschäftigt sich mit den verschiedensten Ebenen des Menschseins und integriert aktuelle Themen. In Verbindung mit Urbanem Tanz soll eine Plattform für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, in der sie Themen und Geschichten darstellen, die für sie selbst relevant sind. Im Kurs mit Roas probieren wir verschiedene Tanzstile, Theaterspiele und Darstellungsexperimente aus und erschaffen daraus Eigenkreationen, die wir im kleinen und großen Rahmen vorführen werden. Freude am eigenen Ausdruck, individuelle Kreativität und Partizipation am Gesamtgeschehen stehen dabei im Vordergrund. Alles kann, nichts muss.

Zeitgenössischer Tanz

Der Zeitgenössische Tanz beinhaltet im Unterschied zur Klarheit des klassischen Balletts sehr unterschiedliche Bewegungsformen und stellt eine Synthese verschiedener Tanztechniken - wie Modern Dance, Release Technik, Improvisation - dar. Der Tanz wirkt oft individuell, dynamisch und bezieht auch die Bodenebene mit ein. Durch eine gezielte Beobachtung und Wahrnehmung von eigenem Atem, Gewicht und Energiefluss wird ein leichtes und bewusstes Tanzen ermöglicht. Technische Fähigkeiten, Flexibilität, Haltung, Koordination und Kraft werden verbessert. Insgesamt hat der zeitgenössische Tanz eine natürlichere Herangehensweise an die Körperarbeit als das eher artifizielle klassische Ballett und ist somit für viele Menschen als Tanzform bestens geeignet.

HipHop / Urban Dance Styles

Der HipHop hat seine modernen Wurzeln in den Grosstädten der USA (New York und L.A.). Seit Anfang der 80iger Jahre ist Rapmusik und die damit verbundene Popularität seiner Tanzstile immer größer geworden und findet sich heute in vielen Musikvideos wieder. Der HipHop ist nicht nur ein Tanz sondern ein Lebensgefühl.

Housedance

House Musik ist in den späten 1970er Anfang 80er Jahren in Chicago entstanden. Der elektronische Musik Stil wurde inspiriert von den Genres: Jazz, Gospel, Funk, Soul, Hip Hop, RNB. Der Musikstil ist sehr vielfältig und hat unzählige Varianten, deswegen gibt es unzählige House Musik Stile wie Afro House, Funk House, Tech-house etc. Einer der ersten Clubs war das Warehouse in Chicago, ein Ort wo Menschen, vor allem aus der LGBTQI+*/ African American/Latin Community im Club zusammenkamen, um gemeinsam die Musik zu feiern zu tanzen. Diese Menschen wurden und werden bis heute von der weißen Gesellschaft oft ausgegrenzt und House Clubs waren ein Ort der Sicherheit und Freiheit für diese Menschen. In vielen der “Old School“ House Tracks findet man Philosophien wieder wie: “…once you enter my house it then becomes our house and our House Music. And, you see, no one man owns house because House Music is a universal language spoken and understood by all. You see, House is a feeling that no one can understand really unless you're deep into the vibe of House. House is an uncontrollable desire to Jack your body.“ …….. “Jack is the one that can bring nations and nations of all Jackers together under one house! You may be black, you may be white, you may be Jew or Gentile. It don't make a difference in our house. And this is fresh!" Chuck Roberts - Chicago - 1987 Es ist eine Art Mentalität der Offenheit, der Akzeptanz und der Sicherheit gemeinsam in einem Raum sein zu können, wo man sich frei ausdrücken kann, nach Toleranz strebt, die vereint und sich dabei gegenseitig empowert. Diese Offenheit fühlt man in der House Musik, wie auch im Tanz. Einen Raum zu beleben, wo man sich frei ausdrücken kann, sich sicher fühlt man selbst sein zu können und dabei eine Community bildet, ist dass, was ich an der House Kultur so schätze und hoffe bei meinen Workshops entstehen zu lassen, indem ich die Geschichte der Musik und des Tanzes mit der Art verbinde, sich auszutauschen und sich gemeinsam durch den Raum zu bewegen.

Kreativer Kindertanz

Im Kreativen Kindertanz wird das natürliche Bedürfnis der Kinder sich zu bewegen gezielt genutzt und gefördert. Die Kinder sollen spielerisch in die Welt des Tanzes eingeführt werden und Freude am körperlichen Ausdruck entdecken. Phantasie, Körperbewusstsein, Motorik, Musikalität, Ausdrucksfähigkeit und Rhythmik werden auf natürliche Weise ausgebildet und weiterentwickelt. Die Kinder lernen, sich gesund zu bewegen und selbst zu erfahren. Auch wird ihr Sozialverhalten positiv gefördert, indem sie sich in eine Gemeinschaft - die Tanzgruppe - einfügen und lernen, die anderen Kinder zu akzeptieren und zu respektieren. Im Kindertanz wird das einseitige Erlernen spezieller Tanztechniken bewusst vermieden. Durch seine ganzheitliche Ausrichtung, die alle Sinnesorgane des Kindes anspricht, hat der Kreative Kindertanz ebenfalls positive Auswirkungen auf die Fähigkeiten von Lesen, Rechnen und Schreiben. Tanz ist nonverbal und eignet sich daher besonders auch zur Unterstützung bei der Integration von Kindern unterschiedlicher Herkunft.

Kinderkurs House & Hip Hop 

In diesem Kurs geht es um zwei Tanzstile, die einen unterschiedlichen Ursprung haben sind. Sie kommen beide von Afro-Amerikaner*innen, LatinX Menschen und andere marginalisierten Gruppen, die durch die Community, den Club und die Straße Zusammenhalt, Offenheit und Akzeptanz fanden. Dieser Tanzkurs, so wie auch die Hip Hop Kultur ist nicht nur Tanz, sondern auch Achtsamkeit und ausprobieren und Fragen stellen, austauschen und experimentieren mit Kultur und dessen Hintergrund in Form von Bewegung und dem Schätzen von Diversität.

Hier lernst du was Hip Hop und House Tanz ist, wie man sich zu zweit durch den ganzen Raum und die Zeit bewegt ohne anzustoßen und wie man zu den Schritten tanzt, die zu der Musik erfunden wurden. Wir erkunden gemeinsam die spannende Geschichte der Menschen, die diesen Stil entwickelt haben. Wir reden über das Wort "community" und unterstützen uns gegenseitig dabei einen individuellen Stil zu finden und sich damit auszuprobieren und Spaß zu haben!